Schuldunfähigkeit

Ein Täter kann wegen einer Straftat nur dann bestraft werden, wenn er neben der Erfüllung des objektiven und subjektiven Tatbestands des Strafgesetzes auch rechtswidrig und schuldhaft gehandelt hat. In diesem Beitrag geht es um die Schuldfähigkeit bzw. die Schuldunfähigkeit des Täters.
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Was ist „Schuldunfähigkeit“ bzw. „Schuldfähigkeit“?

Unter Schuld wird das persönliche Dafürkönnen, also die individuelle Vorwerfbarkeit für das begangene Unrecht, verstanden. Dem Täter kann die Tat jedoch nur dann vorgeworfen werden, wenn er zum Tatzeitpunkt schuldfähig war. Die Schuldfähigkeit ist die Fähigkeit des Einzelnen, das Unrecht der Tat einzusehen (Einsichtsvermögen) und nach dieser Einsicht zu handeln (Steuerungsvermögen). Die Bemessung der Schuld(un)fähigkeit richtet sich grundsätzlich nach den folgenden §§ 19 – 21 StGB.

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Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störung

Es gibt vier Fallgruppen der seelischen Störung, nach denen gem. § 20 StGB ein Täter straflos sein kann. Sollten diese nur teilweise vorliegen, kann es zu einer verminderten Schuldfähigkeit gem. § 21 StGB kommen.

Tommy Kujus
Tommy Kujus

Tommy Kujus ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht. Er ist Inhaber der Kanzlei KUJUS Strafverteidigung

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