Prostitution

Prostitution ist als solche in Deutschland legal. Nichtsdestotrotz gibt es einige Straftaten, die in Zusammenhang zur Prostitution stehen. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Rechtslage und informiert Sie, welche Handlungen oder Situationen hinsichtlich Prostitution strafbar sind.

Was ist „Prostitution“?

Unter Prostitution wird eine „zu Erwerbszwecken ausgeführte, wiederholte Vornahme sexueller Handlungen gegen Entgelt“ verstanden. Der BGH definiert die Prostitution als „auf gewisse Dauer angelegte entgeltliche Vornahme sexueller Handlungen mit wechselnden Partnern“ (BGH NStZ 2000, 86). Im Vordergrund steht dabei die Dienstleistung, nicht das emotionale, persönliche Verhältnis zu den Partnern.

Prostituierte – auch „Sex-Arbeiter“ genannt – sind Personen, die solche sexuellen Handlungen erbringen. Freier sind Personen, die die Dienstleistungen der Prostituierten in Anspruch nehmen. Zu Körperkontakt muss es dabei nicht kommen, weshalb auch „Telefonsex“ oder „Online-Sex“ eine Prostitution im Sinne dieser Vorschrift darstellt.

Keine Prostitution sind aber (Liebes-)Beziehungen oder Affären, bei denen die entgeltlichen sexuellen Handlungen nur einen Teil der Beziehung ausmachen – selbst dann nicht, wenn diese Beziehungen polygamer Natur sind. Vorführungen mit ausschließlich darstellerischem Charakter – wie etwa Striptease (Strip-Shows, Lap-Dance etc.) – sind ebenfalls keine (strafbare) Prostitution, wobei die Grenzen zur „Vornahme sexueller Handlung“ und damit zur Prostitution fließend sind.

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Prostitution im Strafrecht

Im deutschen Strafgesetzbuch (StGB) finden sich verschiede Vorschriften über strafbare Handlungen im Zusammenhang mit sexuellen Handlungen gegen ein Entgelt, also „Prostitution“.

Hierunter fallen die Ausbeutung von Prostituierten (§ 180a StGB) und die Zuhälterei181a StGB). Weitere Strafvorschriften bilden die §§ 184f StGB und § 184g StGB, in denen die Ausübung der verbotenen Prostitution und die jugendgefährdende Prostitution mit Strafe bedroht werden.

Die Thematik spielt ferner eine grundsätzliche Rolle, soweit es um sexuelle Handlungen zwischen Volljährigen und Jugendlichen geht. Deutlich wird dies insbesondere in § 180 Abs. 2 StGB (Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger) und § 182 Abs. 2 StGB (Sexueller Missbrauch von Jugendlichen).

Nachfolgend sollen die Ausübung der verbotenen Prostitution, die jugendgefährdende Prostitution und die strafbaren sexuelle Handlungen mit Jugendlichen gegen Entgelt näher erläutert werden.

Machen sich Freier strafbar?

Obwohl die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen für Freier grundsätzlich straflos ist, kommt es regelmäßig zu Straftaten gegenüber „Sex-Arbeitern“.

Häufige Delikte sind:

  • Betrug: Der „Dirnenlohn“ wird nicht gezahlt
  • Körperverletzung: Die Prostituierten werden geschlagen
  • Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung: Es werden sexuelle Handlungen gegen den Willen der Anschaffenden vorgenommen
 
Denkbar ist eine Strafbarkeit eines Freier dann, wenn er die Hilflosigkeit und die Zwangslage einer Prostituierten erkannt hat („Zwangsprostitution“, § 232a StGB).
Prostitution

Ist Prostitution strafbar?

Wer der Prostitution nachgeht, macht sich grundsätzlich in Deutschland nicht strafbar. Zwar gibt es von jedem Grundsatz Ausnahmen, aber die freiwillige Prostitution durch volljährigen Personen ist als solche nicht verboten nach der deutschen Rechtslage. Gleichwohl kann sich ein strafbares Handeln ergeben, soweit der Prostitution an bestimmten Orten nachgegangen wird (s.u.).

Mit Einführung des Prostitutionsgesetzes (ProstG) Anfang des 21. Jahrhunderts sollte die Situation von Prostituierten verbessert werden. Verboten war die „käufliche Liebe“ zwar auch vorher nicht, galt jedoch als sittenwidrig. Nunmehr sind Prostituierte regulär in Kranken – oder Arbeitslosenversicherungen aufgenommen und können zivilrechtliche Forderungen aus ihrer Dienstleistung geltend machen. Prostitution ist also nicht nur strafrechtlich, sondern mittlerweile auch zivilrechtlich erlaubt.

Strafbar sind hingegen die Ausübung der verbotenen Prostitution und die jugendgefährdende Prostitution. Beide Vorschriften stellen das „Anschaffen“ an bestimmten Orten unter Strafe.

Ist die private Prostitution strafbar?

Für eine Strafbarkeit kommt es nicht darauf an, ob jemand angestellt oder selbstständig tätig ist. Daher ist auch bei einer privaten Prostitution grundsätzlich eine Strafbarkeit möglich. Allerdings setzt eine Prostitution voraus, dass diese gegen Entgelt, wiederholt und zu Erwerbszwecken durchgeführt wird. Bei allenfalls gelegentlichen sexuellen Handlungen gegen ein „Taschengeld“ dürfte noch keine strafrechtlich relevante Prostitution vorliegen.

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Straftaten mit Bezug zur Prostitution

Prostitution

Ausübung der verbotenen Prostitution

Grundsätzlich ist die Ausübung von Prostitution in Deutschland legal. Unter gewissen Umständen ist diese jedoch strafbar und wird dementsprechend als „Ausübung der verbotenen Prostitution“ in § 184f StGB unter Strafe gestellt. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und welche Strafen drohen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Prostitution

Zwangsprostitution

Prostitution ist als solche in Deutschland legal. Nichtsdestotrotz gibt es einige Straftaten, die in Zusammenhang zur Prostitution stehen, wie die Zwangsprostitution, die nach § 232a StGB unter Strafe steht. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und welche Strafe droht, lesen Sie im folgenden Beitrag. 

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Prostitution

Zuhälterei

Wenn eine Person eine Prostituierte ausbeutet, ihr Weisungen erteilt oder sie überwacht, dann handelt es sich um „Zuhälterei“. Diese ist nach § 181a StGB strafbar. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welche Handlungen unter diesen Strafbestand fallen, und welche Strafen drohen. 

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Prostitution

Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger

Die „Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger“ ist gem. § 180 StGB strafbar. Doch auf was bezieht sich dieser Paragraf? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um sich dieses Delikts schuldig zu machen? Und welche Strafen können drohen? Antworten auf diese Fragen finden Sie im folgenden Beitrag.

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Prostitution

Jugendgefährdende Prostitution

Die Ausübung der Prostitution ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Wenn diese jedoch an Orten ausgeübt, wo sich vorrangig Kinder oder Jugendliche aufhalten, erfüllt man damit den Strafbestand der „jugendgefährdenden Prostitution“ gem. § 184g StGB. Welche Orte darunter fallen, welche weiteren Voraussetzungen verwirklicht sein müssen und welche Strafen drohen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Prostitution

Ausbeutung von Prostituierten

Grundsätzlich ist die Prostitution ebenso wie das Betreiben von Bordellen in Deutschland erlaubt. Allerdings können einige Handlungen zu einer Strafbarkeit führen – wie die „Ausbeutung von Prostituierten“ gem. § 180a StGB. Welche Voraussetzungen dazu erfüllt sein müssen und welche Strafen drohen, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Prostitution

Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger

Die „Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger“ ist gem. § 180 StGB strafbar. Doch auf was bezieht sich dieser Paragraf? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um sich dieses Delikts schuldig zu machen? Und welche Strafen können drohen? Antworten auf diese Fragen finden Sie im folgenden Beitrag.

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Prostitution

Zwangsprostitution

Prostitution ist als solche in Deutschland legal. Nichtsdestotrotz gibt es einige Straftaten, die in Zusammenhang zur Prostitution stehen, wie die Zwangsprostitution, die nach § 232a StGB unter Strafe steht. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und welche Strafe droht, lesen Sie im folgenden Beitrag. 

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Jugendgefährdende Prostitution

Die Ausübung der Prostitution ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt. Wenn diese jedoch an Orten ausgeübt, wo sich vorrangig Kinder oder Jugendliche aufhalten, erfüllt man damit den Strafbestand der „jugendgefährdenden Prostitution“ gem. § 184g StGB. Welche Orte darunter fallen, welche weiteren Voraussetzungen verwirklicht sein müssen und welche Strafen drohen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Grundsätzlich ist die Prostitution ebenso wie das Betreiben von Bordellen in Deutschland erlaubt. Allerdings können einige Handlungen zu einer Strafbarkeit führen – wie die „Ausbeutung von Prostituierten“ gem. § 180a StGB. Welche Voraussetzungen dazu erfüllt sein müssen und welche Strafen drohen, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Zuhälterei

Wenn eine Person eine Prostituierte ausbeutet, ihr Weisungen erteilt oder sie überwacht, dann handelt es sich um „Zuhälterei“. Diese ist nach § 181a StGB strafbar. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welche Handlungen unter diesen Strafbestand fallen, und welche Strafen drohen. 

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Ausübung der verbotenen Prostitution

Grundsätzlich ist die Ausübung von Prostitution in Deutschland legal. Unter gewissen Umständen ist diese jedoch strafbar und wird dementsprechend als „Ausübung der verbotenen Prostitution“ in § 184f StGB unter Strafe gestellt. Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen und welche Strafen drohen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

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Tommy Kujus
Tommy Kujus

Rechtsanwalt Tommy Kujus ist Fachanwalt für Strafrecht und Inhaber der Kanzlei KUJUS Strafverteidigung in Leipzig.

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