Freiheitsberaubung

In § 239 StGB ist die Strafbarkeit der Freiheitsberaubung geregelt. Die Vorschrift lautet folgendermaßen:
(1) Wer einen Menschen einsperrt oder auf andere Weise der Freiheit beraubt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter
1.
das Opfer länger als eine Woche der Freiheit beraubt oder
2.
durch die Tat oder eine während der Tat begangene Handlung eine schwere Gesundheitsschädigung des Opfers verursacht.
(4) Verursacht der Täter durch die Tat oder eine während der Tat begangene Handlung den Tod des Opfers, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 3 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 4 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
Tommy Kujus
Tommy Kujus

Tommy Kujus ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht. Er ist Gründer der Kanzlei KUJUS Strafverteidigung und als Strafverteidiger bundesweit tätig.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
Share on xing
Share on linkedin

Sie haben weitere Fragen?

Senden Sie uns unverbindliche eine Nachricht. Ihre Daten werden selbstverständlich höchst vertraulich behandelt.

Das könnte Sie auch interessieren...

Verbotene Autorennen

Verbotene Autorennen

In § 315d StGB ist die Strafbarkeit von verbotenen Kraftfahrzeugrennen geregelt. Die Vorschrift liest sich wie folgt: (1) Wer im Straßenverkehr   1. ein nicht

Weiterlesen »
Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung

Die Straftat der Steuerhinterziehung ist nicht im Strafgesetzbuch sondern der Abgabenordnung geregelt. In § 370 AO heißt es: (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren

Weiterlesen »